Kirchen vs. Mitglieder

#1

Mit diesem provokanten Titel berichtet @MDaberstiel über die diesjährige Faith+Funds ins Bremen.

Die vor Ort vorgestellten Zahlen zur Mitgliederentwicklung sind tatsächlich dramatisch und eine Pflichtlektüre für jede im kirchlichen Fundraising tätige Person.

http://ngo-dialog.de/index.php/newsletter-artikel-lesen/items/praxis-08-2019.html

#2

Hallo Maik,

fein beobachtet. Ich fand ja vor allem die Aussage auf der faith & funds, das man den Rückgang an Kirchenmitgliedern zu nicht mal 43 % aus der Demographieveränderung heraus erklären kann, recht eindrucksvoll. Das heißt nämlich, das die Kirche noch sehr viel tun kann um den Rückgang stärker aufzuhalten, aber sie muss dazu das Thema der Mitgliederbindung und -entwicklung aufbauen - und das in den nächsten zehn Jahren. Es ist aber eine Gemeinschaftsaufgabe. Aktuell hat man ja schon den Eindruck, das man stärker auf Restrukturierung und Stellenabbau setzt, als auf Development.

Viele Grüße

Matthias

#3

Da liegt ja wieder die Herausforderung. Diejenigen, die zu einem großen Teil beschließen, sind abgesichert. Da ist die Entscheidung PRO Abwicklung einfacher als die Entscheidung, aktiv ins Fundraising zu gehen.

#4

Wir versuchen gerade im Gestaltungsraum Hattingen-Witten/Hagen/Schwelm als Sofortmaßnahme das Projekt “Kirchenpost” in grober Anlehnung an das Projekt der Bayerischen Landeskirche auf die Beine zu stellen. Dabei haben wir explizit die Kirchenmitglieder zwischen Konfirmation und Seniorengeburtstagsfeier als Adressaten auf dem Schirm. Denn wer von denen nicht in den Gottesdienst kommt, hat nur den Gemeindebrief als Kontakt. Als erste Maßnahme stellen wir den Gemeinden Material für Anschreiben zu Geburt, 18. Geburtstag und Zuzug zur Verfügung. Wenn das eingespielt ist, lässt sich das Ausweiten.
Klar, das allein ist nicht die Lösung, aber ein Anfang.

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#5

Sofortmaßnahme meint aber nicht eine Ad-hoc Aktion, oder? Wie lange plant Ihr das Ganze denn schon?

#6

Wir planen das schon seit Jahresanfang. Auf der Fundraising-Konferenz im Februar hat Matthias Kleiböhmer das Bayerische Projekt vorgestellt. Damals war schon klar, in welche Richtung die Trends gehen. Kurz danach kamen die Prognose 2060 heraus und hat uns Rückenwind gegeben und die Finanzierung zumindest in Ha-Wi und Schwelm gesichert.

Wir warten noch auf die Antwort des KSV Hagen und gehen dann an die Umsetzung.